Gleichgewicht

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Unser Alltag funktioniert. Wir funktionieren gut und befolgen all das, was wir auf unserem Weg gelehrt bekommen haben: gehen ordentlich arbeiten, finanzieren das neue Auto oder unser Haus, sind auf den neuen HD-Bildschirm stolz und berichten mit Freude vom teuren Urlaub.
Es sind diese und andere Wünsche, Begierden und inneren Bindungen, die uns nach vorn treiben. Sie stellen den Motor, die Triebkraft in unserem zivilisierten Leben dar. Sie dienen uns wie ein Geländer, an dem wir uns durch das Leben führen lassen. Und, obwohl die Welt für uns in Ordnung schien, haben wir zunehmend den Eindruck, dass irgendwie alles immer mehr aus den Fugen gerät.
Dies spüren wir, innerlich. Dieses Gefühl ruft Unruhe in uns hervor, produziert Gedanken am Fließband, lässt den Magen nervös werden. Beim Suchen nach den Ursachen schauen wir in die Zeitung, hören Nachrichten und versuchen Ruhe im Anstieg von Aktienkursen zu finden. Wir schauen nach draußen.
Haben Sie den kleinen Widerspruch eben bemerkt? Wir haben eine innerliche Unruhe und schauen für die Lösung nach außen. Da werden wir lange suchen und erfolglos bleiben, denn die Antworten liegen in uns!
Das, was sich außerhalb von uns abspielt ist ein Spiegelbild unseres Inneren. Wenn wir uns im Leben Ruhe und Ausgeglichenheit wünschen, müssen wir diese in uns finden. Wir müssen unser inneres Gleichgewicht finden. Nur wie?
Es nützt nicht viel, einem nervösen Menschen zu sagen, er solle sich entspannen, wenn er keine Ahnung hat, was für ein Gefühl es ist, entspannt zu sein. Doch sobald wir einmal einen Zustand tiefer Entspannung erlebt haben, besitzen wir einen Orientierungspunkt, einen Maßstab. Jetzt werden wir viel leichter bemerken, wenn sich wieder Spannungen bilden und wir können etwas dagegen tun. Und zwar in allen Lebensbereichen.  Indem wir den unausgeglichenen Bereich im Leben erkennen, können wir das Gleichgewicht wieder herstellen.
Bei mir hatte sich das fehlende Gleichgewicht wie ein Akku dargestellt, aus dem ich jahrein jahraus ohne Ende Strom gezogen habe. Wenn er drohte leer zu werden, schloss ich ihn an die Steckdose an (das nennen wir wohl Motivationstraining, Strategiefindung, Korrektur der Positionierung o.a.). Irgendwann sah ich vor mir die Zellen des Akkus, die zunehmend Probleme hatten, Energie zu transformieren, die anfingen zu bröckeln und ich hatte das Gefühl, dass der Akku bald innerlich zusammen bricht und nicht mehr zu reparieren ist, wenn ich nicht etwas ändere.
Nun empfinde ich es heute auch nicht als schlimm, viel zu arbeiten oder einen HD-TV zu besitzen. Es kommt nur darauf an, zu allen Dingen den Gegenpol zu finden, alles ins Gleichgewicht zu bringen. Zur Spannung die Entspannung zu finden, um uns ins Gleichgewicht zu bringen.
Gleichgewicht beginnt mit der Atmung. Aufnehmen und Loslassen sind die Urrhythmen des Lebens. Einatmen schenkt Inspiration, Ausatmen erlöst und befreit. Achten Sie einmal darauf: Unsere Gefühle sind immer dann im Ungleichgewicht, wenn wir unregelmäßig atmen.
Ausatmen ist Geben; Einatmen ist Empfangen.
Wenn Sie wieder einmal zornig sind, Kummer haben oder ärgerlich sind, akzeptieren Sie diese Gefühle ohne zu verurteilen. Nehmen Sie sie einfach an, lassen Sie dem Kummer freien Lauf oder stehen Sie zu Ihrer Angst. Sehen Sie sich als Beobachter ihrer Gefühle und achten Sie auf Ihren Atem.
Oder gucken Sie in Ihren Alltag um zu finden, was Sie permanent nervt. Und suchen Sie nach einem Gegenstück. Bringen Sie beides ins Gleichgewicht. Probieren Sie einfach. Und wenn es nicht gleich klappt, versuchen Sie es neu. Als Lohn stellt sich Stück für Stück Ihre innere Balance ein, die Ihnen Freude, Ruhe und Liebe bringt.
Tao in Pankow
Heiler machen es möglich. Ärzte sagen: Das geht eigentlich nicht.

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