Ich wollte (sollte endlich) auf meinen Bauch hören.

mal-soLiebe: Dieses Thema beschäftigte Generationen vor uns und steht auch heute nach wie vor im Mittelpunkt unseres Alltages. Wir sehnen uns nach ihr, nach Wärme, Nähe, Geborgenheit, Vertrautheit. Wir rennen ihr hinterher und vergessen dabei uns selbst. Wie heißt es so schön? Liebe macht blind.

Blind, also was blenden wir aus? Was sehen wir nicht mehr…oder anders, was wollen wir nicht sehen? Im Gefühl der flatternden Schmetterlinge sind wir wie unter Drogen, wir schwelgen wie in einem Rausch und vergessen alles rings herum. Wir vergessen uns selbst.

Natürlich kennen wir alle den Moment, wo uns der Alltag wieder einholt, so zu sagen, das wirkliche Leben in uns zurück kehrt. Jedenfalls fast. Denn die freigesetzten Endorphine haben ihre Wirkung hinterlassen, das Glücksgefühl der Schmetterlingszeit bleibt im Gedächtnis und es fällt schwer, uns davon zu lösen. Mit dem Alltag kehren auch die alltäglichen Sorgen zurück…und auf leisen Sohlen die ersten Fragen, ob das Bild, das wir vom Liebsten/von der Liebsten haben dem entspricht, was wir grad erleben.

Doch da wohnen wir meist gemeinsam in der neuen Wohnung oder haben ein Haus gebaut oder zusammen ein Kind bekommen, uns ein neues Auto zugelegt oder fliegen morgen eh in den Urlaub. Und das, was da so leise daher kam, drücken wir weg. Es passt nicht zu unserem schönen Bild und trübt womöglich die Freude über das, was neu geschaffen wurde und noch folgen soll.

Ja, ich kenne alles sehr gut aus eigener Erfahrung. Und hatte im Sommer des vergangenen Jahres so etwas wie einen kleinen Zusammenbruch, mich gefragt, warum ich eigentlich grad so lebe. Warum? Drei Jahre zuvor sind meine damalige Frau und ich einvernehmlich den Schritt gegangen, künftig getrennte Wege zu gehen (ich möchte auf die Umstände aus Schutz ihrer Privatsphäre nicht weiter eingehen). Am Tag des Sommers 2010 war schon klar, dass ich mit den Auswirkungen unserer Ehe lebe, mit dem Erbe materieller Umstände. Mir war jedoch nicht danach, die Schuld dafür bei ihr zu suchen. Nach einem Abend, an dem ich meine Tränen ungehemmt ins Handtuch fließen ließ und wie ein kleines Kind eingeschlafen bin, bin ich am Morgen irgendwie erleichtert aufgewacht und habe mich gefragt: Rainer, was hast DU nicht beachtet? Die Antwort: Es waren die Informationen, die einst auf leisen Sohlen zu mir kamen, die ich ignoriert hatte, mit meinem Wunschbildern wegdrückt, bis sie eines Tages an solcher Kraft gewonnen hatten, dass sie nicht mehr wegzudrücken gingen. Das war der Tag der Trennung.

Ich habe mir geschworen, beim nächsten Kennenlernen einer Frau auf meinen Bauch zu hören, gleich, zu Beginn, mich nicht wieder blind werden zu lassen! Und wenn die Intuition sagt, dass es nicht passt, gleich wieder den eigenen Weg zu beschreiten.

Und was passierte mir vor wenigen Wochen? Alles genau wieder!

In den folgenden Blogbeiträgen möchte ich mehr über die Liebe schreiben, über bedingte und universelle. Und ich werde einen Dialog wieder geben, den ich in einem spirituellen Forum mit einer mir völlig unbekannten Frau geführt habe, die mir den Weg zeigte, wie wir aus dieser „Falle“ heraus kommen können oder besser gar nicht mehr in sie tapsen.

Alles in Kürze.

Daniel Craig – James Bond im wahren Leben
Von der bedingten hin zur universellen Liebe

4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • […] im Herzen angekommen. Das musste ich in den vergangenen Wochen erfahren, nachdem ich erneut in gleiche (Liebes-) Muster verfallen bin und erkannte, ich habe mal wieder bedingt […]

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  • torstenfischer
    28. Oktober 2011 12:49

    deine Erfahrung habe ich ähnlich gesammelt. Nämlich in der zeitlichen Folge von verliebtsein und lieben. In der ersten Phase, dem Verliebtsein ist man blind. Die Liebe wächst dann mit sich öffnenden Augen. Wenn wir den Partner dann auch weiterlieben wo wir nach und nach auch seine Fehler und Unvollkommenheiten sehen und die Realität um uns rum so sehen und annehmen wie sie ist dann kann aus dem Verliebtsein richtige Liebe und Partnerschaft entstehen.
    Wahre Liebe kommt von innen, da muss sie wachsen da müssen wir sie entwickeln suchen.
    Nicht die Umstände, die Welt um ist entscheidend ob sie liebenswert ist, wir entscheiden wie wir die Welt um uns wahrnehmen wie wir sie interpretieren ob wir sie lieben.
    Torsten

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  • … ich denke, verlieben und lieben ist so ähnlich wie verlaufen und laufen 😉
    nur wenn ich mir eine Verschnaufpause gönne und darüber nachdenke, ob ich wegen der Schönheit des Weges oder wegen einem von mir formulierten Ziel unterwegs bin, treffe ich eine Entscheidung.
    Ich bin davon überzeugt:
    Liebe ist bedingungslos, alles andere ist eine Handelsgesellschaft 😉
    i.S. ich gebe dir Zuneigung, Streicheleinheiten ect., wenn du pünktlich kommst, mithilfst, aufräumst ect. 😉 ! …

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  • […] im Herzen angekommen. Das musste ich in den vergangenen Wochen erfahren, nachdem ich erneut in gleiche (Liebes-) Muster verfallen bin und erkannte, ich habe mal wieder bedingt […]

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